Über die Frage, ob das Filmfestival gut war, hab ich mich schon oft gewundert
- das ist doch normal. Interessant ist vielmehr, was anders oder besser als
in den Vorjahren gewesen ist. Das Wetter zum Beispiel zeigte sich gut wie nie,
so daß die neue große Halle tatsächlich nur zum Filmgucken
genutzt werden konnte. Zum Quatschen gabs ja das Lagerfeuer draußen. Aber
noch nie hatten wir ein so riesiges Bild auf der Leinwand, und noch nie konnte
von jedem Platz so gut gesehen werden.
Also alles optimal ? Na ja, nicht ganz. Wie in jedem Jahr klagten manche Zuschauer über die schlechte Verständlichkeit
bei manchen Filmen. Ob das aber an der verwendeten Technik lag ...
Wie üblich, liefen am Freitag abend alle möglichen "Filmklassiker"
der Festivalgeschichte. Zu Beginn gabs die Siegerfilme vom vorigen Jahr ("Swirl"
und "Cherie") und dann quer durch alle Studios. Überflüssig
zu bemerken, daß auch "Yellow Water" lief (sogar 2x !). Als
besonderes Highlight wurde der legendäre "Lausemann" von Erik
aus Saarbrücken aufgeführt. Da Erik vor 2 Jahren bei einem Motorradunfall
gestorben ist, gibt es seine Filme so gut wie gar nicht mehr zu sehen. Ich hätte
mir zumindest noch einen Film aus Leipzig gewünscht - die gehören
zum Festival schon so lange dazu !
Im Gegensatz zum Vorjahr war bis zum Freitag Heimlichtuerei
angesagt, erst abends konnte mann die Filmtitel der Festivalbeiträge erfahren:
von "WBSTD" (Koproduktion Bieberstein/Wilsdruff) der Film "Doppelkopf"
vom "DreamDeamDresden" der Film " Heinz oder Das Picknick "
von Martin aus Berlin - Köpenick der Film "Bilder"
vom Studio u.f.f. aus Freiberg kam "Kommissar Klaus"
die Leipziger zeigten "DOX"
und mit Heimvorteil "Studio Wilsburg" mit "Griseldis".
und die legendären CVJM (auch aus Wilsdruff) mit "Zeit der Bohnen".
Eine Neuerung soll hier nicht vergessen werden: Die Kinder bastelten einen Nachmittag lang Masken und Kostüme
Für eine Bremer-Stadtmusikanten-Aufführung, und das Video davon wurde außer Konkurrenz gezeigt.
Alle Filme bekamen wieder Quietschtierpreise
und wurden größtenteils mit enormen Interesse und viel Sympathie
verfolgt. Die Reihenfolge wurde diesmal ausgelost (!!!), unser Film wurde deshalb
erst ganz zum Schluß gezeigt.
Am Anfang des Abends spielten die "Urvögel" aus Freiberg rockige Musik. War gut, nicht nur um die
Zeit bis zum Dunklerwerden zu überbrücken. Angenehm war auch Essen und Trinken, sowohl von der Auswahl
als auch von den (kleinen) Preisen her. Zum Beginn waren über 220 Leute in der Halle - der "fremdeste"
Besucher kam aus Altenkirchen bei Montabaur.
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